Manche Metropolen verzeichnen wieder deutliche Preissteigerungen der Angebotsmieten

Jinny Verdonck

11. April 2022

In manchen Großstädten Deutschlands sind die Angebotsmieten im ersten Quartal 2022 erneut stark in die Höhe geklettert. Vor allem Berlin verzeichnet einen deutlichen Preisanstieg, während München und Stuttgart eine gegenläufige Entwicklung aufweisen. Zu diesem Ergebnis kommt das Immobilienportal Immowelt in einer Analyse. 

Im ersten Quartal 2022 sind die Mieten in Berlin verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 4 % gestiegen. So stark sind die Mieten in der deutschen Hauptstadt zuletzt vor 4 Jahren gewachsen. Für Bestandswohnungen liegen die Angebotsmieten derzeit durchschnittlich bei 9,81 Euro pro Quadratmeter, während es drei Monate zuvor 9,47 Euro waren. Auch Köln und Düsseldorf registrierten einen Anstieg der Angebotsmietpreise um 4 % und liegen nun bei 11,34 Euro pro Quadratmeter bzw. bei 11,25 Euro pro Quadratmeter. Währenddessen sind die Mieten in Frankfurt um 3 % auf 12,36 Euro pro Quadratmeter angestiegen. 

Fallende Mietpreise im Süden

Der Süden Deutschlands zeichnet hingegen ein anderes Bild. Nachdem die Mietpreise in München Ende des Jahres 2021 um 3 % gewachsen sind, sind die Mieten im ersten Quartal 2022 um 1 % zurückgegangen. Derzeit liegt die Angebotsmiete bei 16,88 Euro pro Quadratmeter. Noch stärker sind die Mietpreise in Stuttgart gefallen, wo die Mieten derzeit bei 11,03 Euro pro Quadratmeter liegen, was einem Minus von 3 % entspricht. 

Hintergrund zur Analyse 

Für den Mietkompass von Immowelt wurden die inserierten Mietpreise für 80 Quadratmeter große Bestandswohnungen mit 3 Zimmern im 2. Stock unter die Lupe genommen. Analysiert wurden insgesamt 14 deutsche Großstädte. Von diesen 14 Städten sind die Mieten in 10 Städten teurer geworden, während die Mieten in den anderen 4 Städten entweder gefallen oder konstant geblieben sind.