Reduzierung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich geht nicht schnell genug voran

Jinny Verdonck

29. August 2017

Laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat der Gebäudesektor hierzulande einen 40-prozentigen Anteil am Energieverbrauch.Trotz des großen Einsparungspotenzials in diesem Bereich hat der Energiedienstleister Techem in einer Studie herausgefunden, dass der Energieverbrauch von Gebäuden nur langsam sinkt.

Im Rahmen der von Techem durchgeführten Studie über die Energiekennwerte 2016 wurden in 140 Städten etwa 1,5 Mio. Wohnungen, die sich in 130.000 Mehrfamilienhäusern befinden, untersucht und die Verbrauchsabrechnungen ausgewertet. Des Weiteren wurden sowohl die Heizgewohnheiten als auch das Lüftungsverhalten von 2.000 Mietern analysiert, mit dem Ergebnis, dass in diesem Bereich noch viel getan werden muss.

In dieser Studie kam heraus, dass der Verbrauch von Heizöl, Erdgas und Fernwärme in Deutschland zwischen 2008 und 2015 lediglich um 1,2 % reduziert wurde. Um die im Klimaschutzplan beschlossenen Energiesparziele von 20 % bis zum Jahr 2020 erreichen zu können, hätte die Reduzierung des Wärmegebrauchs etwa das Doppelte betragen müssen.

Fazit: Somit konnten durch die energetischen Modernisierungen bis dato keine großen Einsparungen erzielt werden und es müssen neue Wege gefunden werden, um die Ziele des Klimaschutzplans umzusetzen.

Mehr Informationen zum Klimaschutzplan können Sie hier nachlesen.