Studie zeigt die Unterschiede zwischen mieten und kaufen

Jinny Verdonck

24. Juni 2021

Mieten oder kaufen? Es gibt wohl kaum jemanden, der sich diese wichtige Frage nicht schon einmal gestellt hat. Eine Studie von Pekka Sagner, Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik, hat die Unterschiede zwischen Mieten und Eigentum sowie deren Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt unter die Lupe genommen. Im Rahmen dieser Studie hat er Interessantes ans Licht gebracht.

Die Hauptpunkte der Studie

Steigende Immobilienpreise

Seit dem Jahr 2005 sind die Preise für Immobilien im Durchschnitt um 75,3 % in die Höhe geklettert. Dies ist sowohl in den Städten als auch in den Landkreisen der Fall. Durchschnittlich 354.000 Euro mussten für eine Immobilie auf den Tisch gelegt werden. Somit kostet eine Immobilie in etwa 7,4 Jahreshaushaltseinkommen.

Die Wohnfläche

Für den oben genannten Immobilienpreis kann sich der Käufer im Durchschnitt auf eine Wohnfläche in Höhe von 132 Quadratmetern freuen. Wer jedoch eine Immobilie in einer der deutschen Metropolen kauft, erhält für diesen Preis maximal 100 Quadratmeter. Käufer, die sich für eine Immobilie in einer westdeutschen Mittelstadt entscheiden, bekommen hingegen durchschnittlich ganze 142 Quadratmeter Wohnfläche.

Die Eigentümerquote

In Deutschland haben sich 49 % der Einwohner den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt. Diese Eigentümerquote ist jedoch bereits seit einem Jahrzehnt nicht mehr gewachsen, wodurch Deutschland im EU-Vergleich das Schlusslicht bildet. Je größer das Einkommen und je kleiner der Wohnort, desto höher ist laut der Studie die Eigentümerquote. 

Zufriedenheit der Eigentümer vs. Mieter

Wer ein Haus oder eine Wohnung sein eigen nennen darf, ist laut Studie glücklicher als diejenigen, die zur Miete wohnen. Dreimal mehr Eigentümer als Mieter sind sehr zufrieden mit ihrer Wohnsituation.

Pläne der Mieter zum Immobilienkauf

Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, würde jeder zweite Mieter eine starke oder sehr starke finanzielle Einschränkung in Kauf nehmen. Bei den unter 50-Jährigen gab jeder vierte Mieter an, selbst in unsicheren Zeiten entweder eine Immobilie kaufen oder bauen zu wollen. Allerdings werden Pläne zum Immobilienkauf oder Hausbau zurückgestellt. 

Immer weniger Mieter unter 50 Jahren möchten eine Immobilie kaufen:  

Der Wunsch, eine Immobilie zu kaufen, nimmt unter den Mietern unter 50 Jahren ab: Im Jahr 2019 wollten noch 31 % der Mieter Wohneigentum kaufen, während es mittlerweile nur noch 24 % sind.

Motive für den Eigentumserwerb

Bei der Entscheidung für den Immobilienerwerb spielt auch das niedrige Zinsniveau eine wichtige Rolle. Bei einem Immobilienerwerb in Höhe von 354.000 Euro werden heute 133.000 Euro weniger Zinsen fällig als noch vor 13 Jahren. Neben den Zinsen ist auch die Altersvorsorge ein ausschlaggebender Faktor beim Kauf einer Immobilie. Was Käufer außerdem motiviert ist, dass sie die Immobilie ganz nach Wunsch gestalten können.

Quelle: Grabener | s Newsletter, Grabener Verlag, Kiel, 2021 


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