Warum eine Immobilienbewertung sinnvoll ist

Maria Lengemann

22. Februar 2016

Gerade bei der Planung vom Verkauf einer Immobilie kommt die Frage auf, ob eine Immobilienbewertung notwendig ist. Aber auch dann, wenn Immobilien vererbt oder verkauft werden sollen oder im Rahmen einer Scheidung eine Auszahlung getätigt werden muss, ist eine Bewertung wichtig. Die Immobilienwertermittlung kann Unklarheiten schnell beseitigen und ermöglicht die Einschätzung vom Wert einer Immobilie. Drei wichtige Gründe für eine Immobilien-Bewertung Natürlich mag es erst einmal wie ein zusätzlicher Aufwand erscheinen, eine Immobilie bewerten zu lassen. Es gibt aber gute Gründe, diesen Aufwand auf sich zu nehmen. 1. Mehr Sicherheit Immobilienbesitzer, die einen stichtaggenauen Verkehrswert haben, profitieren davon auf jeden Fall. Wenn es in die Verhandlungen für den Verkauf von einem Haus geht, dann kann diese Sicherheit im Hintergrund hilfreich sein. Viele Käufer versuchen, den Preis für die Immobilie noch zu senken. Hat der Verkäufer den Verkehrswert ermitteln lassen, ist dies eine gute Grundlage für den Verkäufer, einen endgültigen Preis festzusetzen. 2. Keine Fehlentscheidungen treffen Gerade in Bezug auf Immobilien werden noch immer sehr viele Fehlentscheidungen getroffen. Soll ich in mein Haus weiter investieren? Macht es Sinn, diese Immobilie zu kaufen? Viele Menschen lassen hier ihr Herz entscheiden oder hören auf ihren Bauch. Dadurch kommt es häufig zu Fehlentscheidungen, die auch deutliche finanzielle Schäden mit sich bringen können. Um diese zu vermeiden ist es wichtig, den genauen Wert einer Immobilie zu kennen. 3. Fehlkalkulation vermeiden Wer eine Immobilienbewertung in der Hand hat, der wird kaum noch eine Fehlkalkulation machen. Viele Verkäufer von Immobilien schätzen den Wert ihres Hauses zu hoch oder auch durchaus zu niedrig an. Probleme bringen beide Seiten. Wer den Preis zu hoch ansetzt, wird nur wenige bis keine Interessenten finden. Wer ihn zu tief ansetzt, macht Verluste. Die Immobilienbewertung kann hier als erfolgreiche Grundlage für die Wertermittlung genutzt werden. Wer macht eine Immobilienbewertung? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wert einer Immobilie ermitteln zu lassen. So steht die Immobilienbewertung online zur Verfügung, es kann ein Gutachter beauftragt werden oder aber der Immobilienbesitzer entscheidet sich für den Verkauf der Immobilie über einen Makler. In diesem Fall ist die Bewertung der Immobilie bei einem guten Makler bei der Vermittlung kostenfrei mit dabei. Die Online-Bewertung ist eine eher oberflächliche und subjektive Variante, die weniger empfehlenswert ist. Interessant für Eigentümer ist es, die Vor- und Nachteile für eine Immobilienbewertung noch einmal im Überblick zu haben:
Vorteile Nachteile
- objektive Bewertung einer Immobilie - teilweise mit Kosten verbunden
- professionelle Ermittlung des Verkehrswertes durch Gutachter oder Makler - kann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen
- mehr Sicherheit für die Kalkulation durch den Eigentümer
Die drei Arten der Immobilienbewertung Wichtig zu wissen ist, dass die Bewertung in drei verschiedene Verfahren unterteilt. Diese Verfahren sind:
  1. Das Sachwertverfahren – hier wird erst ermittelt, wie teuer ein Neubau der Immobilie wäre. Anschließend kommen die wertbeeinflussenden Faktoren mit hinzu, um den aktuellen Wert zu ermitteln.
  2. Das Vergleichswertverfahren – in diesem Fall werden die Preise vergleichbarer Immobilien als Grundlage genommen. Idealerweise stimmen die vergleichbaren Immobilien in möglichst vielen Faktoren miteinander überein, wie dem Zustand, der Lage, der Ausstattung und dem Baujahr.
  3. Das Ertragswertverfahren – bei diesem Verfahren steht der Gewinn im Vordergrund, der mit einer Immobilie auf die Dauer erwirtschaftet werden kann. Zusätzlich dazu wird der Verkehrswert der Immobilie noch mit ermittelt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Gewerbeimmobilien oder auch Mehrfamilienhäuser bewertet werden sollen.
Das Sachwertverfahren wird bei der Wertermittlung für ein Einfamilienhaus besonders häufig genutzt, das Vergleichswertverfahren kommt dagegen häufig bei Eigentumswohnungen in Frage. Da eine Immobilienbewertung durchaus eine Herausforderung darstellt, ist es wichtig, hier am besten die Unterstützung von einem Profi zu nutzen.